17 Juni 2006

Fleißige Schwaben

Da sind wir nun also im Schwabenländle. Vorbei Balkonien, hier kommt der Bodensee! Nachdem wir die Strecke bei bestem Reisewetter gut hinter uns gebracht haben, wurden wir hier sehr warmherzig empfangen. Von der schnuckeligen Ferienwohnung hat man einen guten Blick auf den Bodensee und die dahinter liegende Schweiz.

Obwohl die Einheimischen den See mit seinen 20 Grad noch als etwas kühl empfinden (und lieber ins überfüllte Freibad gehen), habe ich das kühle Nass mit Panoramablick sehr genossen. Nach einem Megagewitter gestern Nacht hat es sich heute ein wenig abgekült. In der Nacht bin ich (wie selten) wach geworden, als im Sekundenabstand Blize zuckten, das Haus vom Donner fast wackelte und es draußen aus Eimern goss. Morgens war alles leicht feucht, aber der Himmel tat so, als ob nichts gewesen wäre.

Ach ja: die Schwaben. Der Vermieter erzählte mir stolz, hier gäbe es keinen gelben Sack, sondern man würde selbst trennen. Dafür würden auch regelmäßig außergewöhnliche Dinge, wie Schutt, kostenlos abgeholt. Das "selbst trennen" sieht - wie auf dem Foto - so aus, dass in einem Raum Behälter für Restmüll, Biomüll, Glas, Papier (so weit kenn' ich es ja auch), Blech, ein zweites Mal Papier, drei (!) Mal Plastik und Brot stehen. Wie, bitteschön, soll ich das mit einem einzigen Eimer in der Wohnung machen??? Das ist schon ein eigenes Volk hier ... Um so gespannter bin ich auf den Gottesdienst in Tettnang morgen.

14 Juni 2006

Lebensmeilenstein erreicht

So lange wohne ich nun quasi in der Nachbarschaft einer Wasserski-Anlage (off topic: eben fällt das 1:0 gegen Polen!) und habe irgendwie nie geschafft, jemals auf den Brettern zu stehen. Selbst Buck war schon mal hier (nachdem er erst weggezogen ist) und hat sie letztes Jahr mal "eingeweiht".

Aber jetzt ist es mit meiner Jungfräulichkeit bezüglich des nassen Elements vorbei! Heute habe ich die Chance meines Balkonien-Urlaubs genuzt und habe meine 16 EUR auf den Tisch gelegt. Die haben sich gelohnt! Nach mehreren Hochdruckeinläufen (man startet in der Hocke ...) bin ich beim fünften Versuch über die ersten 50 Meter gekommen und hab damit auch gleich eine ganze Runde geschafft! :-) Die letzten beiden Kurven sind extrem fies, weswegen ich jeweils einen Anlauf dafür benötigte.

Hier gilt übrigens das gleiche wie beim Surfen: "eine Runde geht noch" geht nicht mehr. Nur weil ich nicht zurücklaufen wollte, habe ich sie noch eisern durchgehalten, konnte mich dann aber nur noch eben so an Land hieven ...


Fazit: Nochmal!!! Sonne, Wasser, coole Musik - und hinterher schlagskaputt. So schön kann Urlaub zu Hause sein.

10 Juni 2006

Naherholung

Urlaub! Endlich. Zwei Wochen lang. Auch gefühlsmäßig hat er schon so richtig angefangen. Das blendende Wetter tut seinen Teil natürlich dazu, aber auch meine Eltern, mit denen wir den Tag heute sehr entspannt verbringen konnten.

Nach einigen Überlegungen entschieden wir uns für eine Stadtbesichtigung im nahen Butzbach. Sonst rausche ich ja immer nur im Zug daran vorbei und ich konnt mir nichts rechtes unter dem Ort vorstellen. Aber er hat tatsächlich eine nette Innenstadt und Fußgängerzone mit großem Marktplatz und etlichen schönen alten Häusern. Verbunden mit der heißen Sonne war es wirklich, wie ein Urlaubstag mit Stadtbesichtigung, wie man ihn nur viele hundert Kilometer entfernt vermuten würde.



Ein besonderes Fundstück war dieser Feigenbaum, der jede Menge Früchte trägt. Ich verrate lieber nicht, wo er genau steht ... ;-)

08 Juni 2006

42 min und stolz darauf!

Als jetzt im Intranet unsere Ergebnisse des alljährlichen Chase Laufs eingestellt wurden, habe ich lange nach mir suchen müssen. Von den 400 Teilnehmern insgesamt habe ich es im Männer-Block mit 42 min für 5,6 km immerhin den viertletzten Platz gemacht. Ob das jetzt zu ehrlich war, oder ich mich einfach verrechnet habe sei dahin gestellt. Andere Kollegen, die mit mir gelaufen sind, waren interessanterweise ganze 20 min schneller ...

Der Lauf selbst war jedenfalls wieder sehr schön, wenn ich auch den Eindruck habe, dass er mit über 60.000 Teilnehmern langsam den Füllstand erreicht. Ich konnte "laufend" neue Kollegen kennen lernen, oder vom Telefon bekannten endlich Gesichter zuordnen. Bei der After-Run-Party hat sich die Bank auch nicht lumpen lassen und ein leckeres Buffet gestellt, an dem man die Energietanks wieder füllen konnte.

Last but defenetly not least: der T-Shirt-Wettbewerb. Mein Chef-Chef-Chef-Chef-Chef höchstpersönlich rief dazu auf, unser gegenwärtiges Thema der Zielvereinbarungen und leistungsorientierten Vergütung in ein druckbares Motto für den Chase umzusetzen. Ich habe mir dazu ein paar Gedanken gemacht, wie wohl auch einige Kollegen. Es wurde viel diskutiert, ein Ausdruck wurde in einem Büro gesichtet und regte die Diskussion weiter an. Als der VV sagte, die drei ersten Plätze wären alle aus unserem IT-Bereich, begann bei mir verstärkt Hoffnung zu keimen. Der dritte Platz ging dann an meinen direkten Kollegen, dessen Vorschlag ich echt witzig fand. Den zweiten Platz gab es nicht, sondern dafür zwei erste Plätze für Logo und Motto. Das Logo war tatsächlich das frühzeitig entdeckte und das Motto stammte - trotz verfälschender alter Rechtschreibung - von mir! :-)) Wow - 400 T-Shirts mit meinem Motte sind nett anzusehen. Und neben einem kräftigen Händedruck vom höchsten meiner Chefs gab es noch einen lohnenswerten Gutschein für ein nahmhaftes Sportgeschäft der Stadt.

So macht Sport Spaß! ;-)

14 Mai 2006

Gut geschult

Die letzte Woche war arbeitsmäßig recht bewegt. Montag und Dienstag stand eine Bea-Schulung im eigenen Hause an. Hier haben wir (leider vor allem aus Adminstratorsicht) alles über die Unterschiede zwischen der 8.1er- und der 9er-Version gehört. Klingt spannend? Hm, ging so. :-) Zumindest bin ich jetzt mit der Oberfläche besser vertraut.

Die JAX 2006 war dagegen schon viel spannender. Hier gab es vier Seminare rund um aktuelle Themen aus der Java-Entwicklerszene. Besonders spannend war für mich ein Seminar über die Programmierung der Open Source-Suchmaschine Lucene. Zum einen lässt es mich unsere gekaufte Ultraseek mehr schätzen, da diese deutlich mehr von Hause aus mitbringt, zum anderen bekam ich so mehr Einsicht in die Interna einer Suchmaschine im allgemeinen (du weißt schon: Google und so).

Obwohl ich einige Lose abgegeben habe, bin ich bei dieser Tagung leider leer ausgegangen. Das heißt - ich bekam noch einen hübschen Kompass, mit dem man sogar eine Ortung auf der Karte vornehmen kann. Danke s&n - bei der nächsten Cachejagd wird er gleich ausprobiert. (Abb. ähnlich ...)

Insgesamt war die Woche dann aber wohl doch etwas voll, denn am Freitag fing passend zum Wochenende meine Sommer-Erkältung an, die mich bis jetzt quält. Nase sitzt zu, der Hals kratzt. Brps.

25 April 2006

Arbeits-Lebens-Balance

Gibt es für das Buzzword "Work Life Balance" eigentlich einen passenden deutschen Ausdruck? Gehört hat ihn sicher jeder schon mal. Mein erstes Quasi-Seminar darüber, wie man Familie und Arbeit unter einen Hut bringt, habe ich heute im Zug gehört. Per MP3 hat mir Johannes Czwalina eine feuriges Plädoyer für die Familie gehalten. Dabei definiert er die Begriffe "Erfolg" und "Zeit" neu und zieht Parallelen zwischen den gegenwärtig als "normal" hingenommenen Umständen und der demographischen Entwicklung. Sehr spannend auch, wie er darlegt, dass kein Erfolg Familienbeziehungen ersetzen kann.

Gefunden habe ich den Vortrag übrigens bei Online-Predigt, wo man sich aus einem breiten Spektrum Vorträge und Predigten als Livestream anhören oder eben als MP3 für unterwegs runterladen kann. Das ganze ist gratis. Wenn du einen MP3-Player dein eigen nennst, solltest du dort unbedingt mal vorbeischauen.

15 April 2006

Wilde Mäuse

Wie bereits berichtet, kann man mit Google-Videos 'ne Menge Spaß haben. Neu ist jetzt das Ranking, in dem Google die Top 100 der häufigst abgerufenen Videos zeigt. Die Masse macht zwar nicht grundsätzlich gute Filme, aber zwei Perlen sind heute dabei.

Mäuse sind nicht immer jedermanns Sache. Im Laufrad können sie ja schon mal ganz putzig sein. Aber in der Realität sind mir solche Mäuse leider noch nie begegnet. Unbedingt ansehen!

Versteckte Kameras spielen mit der Schadenfreude. Ich mag es, wenn es wirklich nett bleibt und die Opfer mitlachen können. Aus China gibt es ein solches Video mit einem Gratis-Fotoautomaten. Glücklicherweise sind die Texte auf Englisch. :-)